Praktikumstage am Geoforschungsinstitut Potsdam

Kurz vor den Winterferien der 11. Klasse führt unsere Schule eine Skireise (nach Österreich) durch. Da aber nicht alle Schüler mitfahren können oder auch wollen, wird für die Schüler, die nicht mitkommen ein naturwissenschaftliches Praktikum organisiert (so auch auf dem Telegrafenberg am Geoforschungszentrum Potsdam).

Tag 1:

Der erste Tag stand unter dem Thema „Das Schwerefeld der Erde“. Nach einer theoretischen Einführung in das Thema und die Messmethoden, haben wir uns mit der Potsdamer Kartoffel, einer Darstellung des irdischen Schwerefeldes beschäftigt. An der Erstellung dieses Modells war das Forschungszentrum mit ihrem Satelliten GRACE maßgeblich beteiligt. Am Nachmittag wurde die Arbeit praktischer. Mithilfe von Gravimetern haben wir die Schwerefeldbeschleunigung bestimmt. Anschließend haben wir diese ausgewertet und schon war Tag 1 vorbei.

Tag 2:

1899 wurde auf dem Telegrafenberg zufällig das erste ferne Erdbeben aufgezeichnet. So ging es an Tag zwei um „Geodynamik und Erdbeben“. Wie auch am ersten Tag begann die Vorlesung mit der Theorie. Nachdem geklärt wurde, wie Erdbeben entstehen, haben wir mit gefärbtem Sand ein kleines Experiment zur Visualisierung der Vorgänge bei Plattenverschiebungen durchgeführt. Später haben wir durch das Schlagen eines Hammers auf den Boden ein Erbeben simuliert und die entstandenen Wellen mit Geophonen aufgezeichnet. Zurück im Labor haben wir die Messwerte ausgewertet und so die Stärke des „Erdbebens“ bestimmt Mit einem Verfahren namens Refraktionsseismik war es möglich die Dicke von unterirdischen Gesteinsschichten zu bestimmen.

Tag 3:

An Tag 3 wurde das Thema „Geoinformationssysteme/GPS“ behandelt. Es ging um Systeme zur Erfassung, Analyse und Organisation von geografischen Daten. Nach einer Einführung haben wir unsere eigenen Karten am Computer erstellt. Darunter auch eine Weltkarte, aus der wir alle Erdbeben aus dem Januar 2013 ablesen konnten. Zum Abschluss des Tages haben wir auf dem Telegrafenberg eine GPS-geleitete Schatzsuche (Geocaching) gemacht. Dabei gab es sogar einen kleinen Schatz zu finden =).

Fazit:

Bei diesem Praktikum wurde uns sehr viel geboten: Einerseits die Einführung in Themen, die nicht in der Schule behandelt werden und das exakte wissenschaftliche Arbeiten. Andererseits der Einblick in die wissenschaftliche Arbeit an einem Institut. Letzteres war dabei besonders aufschlussreich in Bezug auf eine spätere berufliche Orientierung.