Praktikum am Geoforschungszentrum Potsdam (GFZ)

„Geoinformationssysteme/GPS“, „Geodynamik und Erdbeben“, „Schwerefeld der Erde“ und „Magnetfeld der Erde“, das waren die Themen, mit denen sich einige Schüler unserer Schule im Rahmen des Naturwissenschaftlichen Praktikums auseinander setzen mussten.

Am 17.01.2014 fing das „Praktikum“ am GFZ in Potsdam (Telegrafenberg) mit einem Vortrag zum Thema „Geoinformationssysteme/GPS“ an. Nach einem kurzen Überblick über Geoinformationssysteme und Anwendungsmöglichkeiten, durften wir mit Hilfe einer GIS-Software unsere eigene Übersichtskarte erstellen.

Eingeteilt in fünf Gruppen ging es nach dem Mittagessen auf zum Geocaching. Jede Gruppe bekam eine andere Aufgabe, die zusammengetragen zum Schatz führten.

Die letzte Aufgabe bestand darin, die Daten des GPS-Gerätes auf den Computer zu übertragen um die zurückgelegten Wege sichtbar zu machen und auswerten zu können.

Der zweite Tag wurde ganz dem Thema „Schwerefeld der Erde“ gewidmet. Auch dieser Tag begann um 9.00 Uhr und war in zwei Thementeile unterteilt. Vormittags gab es wieder einen Vortrag und nachmittags wurden Experimente durchgeführt. Bei den Experimenten lernten wir drei Methoden der Schwerefeld Bestimmung kennen. Eins von den Experimenten war ein Feldversuch mit Hilfe eines Gravimeters womit wir den Schwereverlauf einer Strecke entlang des Telegrafenbergs bestimmen konnten.

Als kleine Besonderheit, durfte wir uns den Raum angucken, in dem von 1898-1904 durch Kühnen und Furtwängler der absolute Schwerewert bestimmt wurde, welcher von 1909 bis 1971 als weltweiter Referenzwert für die Erdanziehung galt.

Halbzeit, zwei von vier Themen geschafft! Das nächste folgte am dritten Tag, an diesem waren wir größtenteils im warmen, da Experimente an der frischen Luft durch die umgeschlagene Wetterlage mit Blitzeis nicht möglich waren. Als erstes hörten wir einen Vortrag zu Erbeben und auch zur Plattentektonik der Erde. Anschließend gab es ein kleines Experiment zur Änderung der Erdoberfläche.

Bei diesem Experiment wurde unterschiedlich eingefärbter Sand in Schichten übereinander in einen Behälter gestreut und geguckt, wie sich die Erdoberfläche verändert, sobald sich die unterste Schicht verschiebt.

Das „Magnetfeld der Erde“ war das letzte Thema, das wir in Potsdam behandelten. Diesmal im Vorlesungsraum und nicht im Computerraum, ging es wie jeden Tag mit einer Einführung in das Themenfeld los. In zwei Gruppen geteilt, wurden Experimente durchgeführt. Das erste zur Bestimmung der Horizontalintensität des Erdmagnetfeldes und bei dem zweiten wurde untersucht, wie das Magnetfeld mit der Entfernung von einer Spule abfällt.

Innerhalb der vier Tage hatten wir auch die Möglichkeit uns den „Großen Refraktor“ zu besichtigen, welcher sich in Haus A27 befindet. Zusammenfassend kann man sagen, dass das Naturwissenschaftliche Praktikum einen sehr schönen Einblick in die große Welt der Geowissenschaften und die Physik gegeben hat.

Selbsterstellter Campusplan

Mareike Klingbeil (Jahrgang 11)