Dokumentation Denkmal aktiv

 Auf der Seite von denkmal aktiv kann die Projektbeschreibung und die Dokumentation nebst Arbeitsplan aufgerufen und gelesen werden. Zudem kann man sich auch über andere aktuelle Projekte, die bei denkmal aktiv mitmachen, informieren. 

 

 

 

 

 

 

Denkmal aktiv 2018 - Alter Central Vieh- und Schlachthof Berlin

Das Projekt zum Alten Central Vieh- und Schlachthof im Rahmen von denkmal aktiv startete mit einem Rundgang über das Gelände. Und dieses ist, wie unsere Schülerinnen und Schüler der Klasse 7-1 feststellten, ganz schön groß. Über insgesamt fast 50 Hektar musste ein erster Eindruck gewonnen, Besonderheiten kartiert und Fragen formuliert werden. Diese wurden dann im Unterricht strukturiert und anschaulich im Klassenraum präsentiert.

Nun können nach und nach diese im Verlauf des Projekts beantwortet und um weitere Fragen ergänzt werden.

 

 

Ergebnisse der Recherchen und künstlerische Produkte

Seit nunmehr sechs Monaten beschäftigen wir uns mit unserem besonderen Denkmal. Fragen wurden beantwortet und vielfältige Teilprodukte sind bisher entstanden: Ideen zur Umgestaltung des Blankensteinparks, Naturstudien und aktuell die Modellierung eines eigenen Reliefs, welches in Beziehung zur ehemaligen Nutzung des Areals stehen soll.

 

Die ersten Experten zu Besuch

In der Woche vor den Herbstferien bekamen wir Besuch von zwei Expertinnen aus der Denkmalpflege bzw. des Denkmalschutzes.

Frau Heike Pieper, die Leiterin des Ortskuratoriums Berlin der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, eröffnete ihren Vortrag mit der Frage, ob sie als fast 80-Jährige ein Denkmal sei. Schon gleich waren die Klasse mit den unterschiedlichsten Argumenten bei der Sache und Frau Pieper konnte mit verschiedenen Beispielen, Anekdoten und Abbildungen die die erste und vielleicht wichtigste Frage "Was ist ein Denkmal?" beantworten. Zusätzlich hatten die Schülerinnen und Schüler Raum für ihre vielen Fragen bezüglich der Denkmlapflege, des Schutzes, der Auflagen, die mit einem Denkmal verbunden sind.

Zwei Tage später besuchte uns Frau Kerstin Lindstädt als Leiterin der Unteren Denkmalschutzbehörde Pankow und damit als Expertin für unser Forschungsgebiet.

Neben alten Karten, die das Gebiet zu den unterschiedlichen Zeiten dokumentierten und die Größe Berlins zu heute ins Verhältnis setzten, berichtete sie anschaulich von den hygienischen Verhältnissen Ende des 19. Jahrhunderts. Verhältnisse, die geprägt von unzureichenden bzw. nicht vorhandenen sanitären Anlagen und Krankheiten und Seuchen waren. Erst die Reformen, eingeleitet durch Rudolf Virchow, legten den Grundstein für den Alten Central Vieh- und Schlachthof, der sich in mehreren Phasen ausdehnte und zum modernsten Schlachthof Europas avancierte.

Einen kleinen Eindruck der Gastreferenten erhaltet ihr hier und mit Klick auf das Bild.

 

Workshop im Landesarchiv Berlin

Auf der Suche nach weiteren historischen Informationen begaben wir uns am 30. November 2018 in das Landesarchiv Berlin.

Dort wurden wir um 9 Uhr her(t)zlich von Frau Welzing-Bräutigam empfangen, die uns zunächst während einer Führung durch das Gebäude einen spannenden Einblick in das Archivwesen gewährte. Und wer glaubt, dass es sich hierbei um eine eingestaubte Einrichtung handelt, liegt ganz und gar falsch. Denn was für Schätze verbergen sich dort: In insgesamt 24 Räumen mit jeweils ca. 6 km Akten und Kisten lagern dort Karten, Pläne, Gesetzestexte, Bilder, Schulakten und vieles mehr. 

Einiges hatte uns Frau Welzing-Bräutigam passend zu unserem Thema herausgesucht und uns damit viel Arbeit abgenommen. Dem historischen Material widmeten wir uns nach dem Rundgang und setzten uns mit dem interessanten Bild- und Kartenmaterial sowie alten kaum zu entziffernden Akten auseinander. Dank Dekodierungswerkzeug und Gummibärchen in der Pause ließen sich der ein und andere Text entschlüsseln. Dennoch lohnt sich ein weiterer Besuch allemal.

Einen Einblick von unserem Tag erhaltet ihr mit Klick auf das Bild.

 

 

Führung im Märkischen Museum

Vom Marktort zur Metropole heißt die Führung, die das Märkische Museum für Schulklassen anbietet und von der Klasse 7-1 besucht wurde. Dort konnten die Schülerinnen und Schüler die Entwicklung Berlins an drei Stadtmodellen nachvollziehen. Interessant war vor allem die rasante Bevölkerungsentwicklung, die sich unter anderem durch die Bebauung widerspiegelte. 

Wie auch im Vortrag von Frau Lindstädt von der Unteren Denkmalschutzbehörde gehört, wird hier die Entwicklung und Notwendigkeit von infrastrukturellen Maßnahmen im Besonderen im Bereich der Hygiene sichtbar gemacht. 

Die Erkenntnis darüber, dass sich der Central Vieh- und Schlachthof ursprünglich auf den Wiesen und Weiden außerhalb Berlins errichtet wurde, wurde allen bewusst.

Weitere Bilder seht ihr mit Klick auf das Foto mit dem ersten von drei Stadtmodellen.

 

Hertz in WittenbergErfahrungsaustauschtreffen in der Lutherstadt Wittenberg

Unser diesjähriges Projekt von „denkmal aktiv“ führte uns für zwei Tage in die Lutherstadt Wittenberg. Bei dem Erfahrungsaustausch treffen sich die Teilnehmer, bestehend aus den Projekt leitenden Lehrerinnen bzw. Lehrern und jeweils zwei Schülerinnen und Schüler des Projekts, an geschichtsträchtigen Orten in Deutschland. Etwa 100 km von unserer Heimatschule entfernt begegneten wir am Donnerstagnachmittag den unterschiedlichsten Projektgruppen in der Jugendherberge Wittenberg quasi gleich neben der Thesentür des großen Reformators Martin Luther. Groß und Klein wurden herzlich begrüßt und hatten jeweils spannende Auftaktveranstaltungen. Während die Kids sich beim Bowling kennenlernten und neue Freundschaften knüpften, trafen sich die Lehrer zum ersten Austausch. Während die Schülerinnen und Schüler in verschiedenen Workshops am Freitag sich dem künstlerischen Handwerk, wie zum Beispiel Holzschnitt, Linolschnitt oder Herstellen von Farben, widmeten, wurden die Lehrerinnen und Lehrer an verschiedene Orte der Stadtgeschichte geführt. Darunter waren zum Beispiel die Kunsthistorikerin Dr. Christiana Hennen, die zu Wittenbergs bedeutenden Schauplätzen der Reformation referierte, Dr. Mario Titze vom Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalts, der über die Baugeschichte der Schlosskirche und das Schloss Wittenberg selbst informierte und Mirko Gutjahr von der Stiftung Luthergedenkstätten, der uns in der Franziskanerklosterkirche über die Geschichte der Askanier aufklärte. Abgerundet wurde das Programm mit einem Besuch in der Museumspädagogik des Lutherhauses. Am Samstag widmeten wir uns vorrangig den Berichten zu Erfahrungen und bisherigen Ergebnissen der einzelnen Projektteilnehmerinnen und -teilnehmer. Außerdem präsentierten die Schülerinnen und Schüler ihre Ergebnisse der künstlerischen Werkstätten. Zudem konnten die jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer zwischen einer Führung im Lutherhaus, einer Besichtigung der Begräbnisstätten Luthers und Melanchthons oder ‚Cranachs Werke in der Stadtkirche entdecken‘ wählen. Mit vielen Eindrücken, neuen Impulsen und Kontakten ging es nach dem Mittagessen wieder zurück in die Heimat.

Weitere Impressionen von unserem Treffen erhaltet ihr hier und mit Klick aufs Bild.