Stolpersteinverlegung Grothendiecks

In der Brunnenstraße 165, in der die Familie Grothendieck vor ihrer Emigration lebte, fand die Stolpersteinverlegung für Alexander Grothendieck, seine Mutter Hanka Grothendieck und seinen Vater Alexander Schapiro statt. Die Verlegung nahm der Berliner Künstler Gunter Demming vor. Zahlreiche Gäste waren erschienen, Vertreter der Französischen Botschaft, Journalisten aus Russland, den Niederlanden und Deutschland, Mathematiker aus Berlin, Bonn, Potsdam, aus Rumänien, den Niederlanden, England. Die Schüler der Klasse 9-3, die einen der Steine stifteten, zahlreiche Lehrer und Absolventen nehmen an der Zeremonie teil. Kinder aus der Notunterkunft für Flüchtlinge, Alt Moabit 82B, unterstützten das Kulturprogramm der Schüler und Schülerinnen des Heinrich-Hertz-Gymnasiums.

An der anschließenden Diskussion im Cafe Süßer Wolz, welches sich heute in der Brunnenstraße 165 befindet, beteiligten sich viele der Anwesenden. Besonders interessant waren die Ausführungen von Professor Winfried Scharlau. Er hat eine sehr bewegende Biographie über Alexander Grothendieck und seine Familie geschrieben, viele Zeitzeugen und Alexander Grothendieck persönlich kennengelernt, unzählige Dokumente gelesen und recherchiert und konnte so viele Fragen aus erster Hand beantworten. Von den Mathematikern wurde aber auch das mathematische Vermächtnis Grothendiecks gewürdigt.