Das Heinrich-Hertz-Gymnasium in der Schul-Cloud

Schul-Cloud

 

Das Heinrich-Hertz-Gymnasium nimmt Teil am Pilotprojekt: MINT-EC Schul-Cloud mit dem Hasso-Plattner-Institut und Förderung durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Berlin, 04.04.2017

 

Das Heinrich-Hertz-Gymnasium nimmt mit 25 weiteren Schulen des nationalen Excellence-Schulnetzwerks MINT-EC an dem Pilotprojekt „Schul-Cloud“ teil. Unter Anwesenheit von Matthias Graf von Kielmansegg, Ministerialdirigent BMBF, und Udo Michallik, Generalsekretär Kultusministerkonferenz der Länder, startete am 3. April 2017 im Rahmen des Forums „Schul-Cloud: Zukunftssichere IT-Infrastruktur für Schulen in Deutschland“ am Hasso-Plattner-Institut in Potsdam die Pilotphase der ersten bundesweiten Schul-Cloud.

In der Pilotphase entwickeln die Vertreter der 26 MINT-EC-Schulen in Arbeitsgruppen Konzepte zur Einführung der Schul-Cloud an den Schulen, zur Anwendung der Schul-Cloud in der Unterrichtsplanung und -durchführung sowie Möglichkeiten, den Schulen die notwendigen Anzeigegeräte zur Verfügung zu stellen. Herr Ralf Dorn, Fachleiter fürInformatik am Heinrich-Hertz-Gymnasium, hat sich für die Mitarbeit in der Arbeitsgruppe zu Nutzung der Schul-Cloud im Unterricht entschieden.

Schul-Cloud bietet viele Vorteile

Die Schul-Cloud ist ein innovatives Projekt, welches für die Zukunft grundlegende Möglichkeiten für eine völlig andere Lern- und Arbeitsweise in der Schule bieten soll. Dabei soll nicht ein neues Internet im Internet geschaffen werden, welches nur eine weitere Möglichkeit einer Lernplattform unter unzählig vielen Angeboten bieten soll. Zu den neuen Möglichkeiten zählen z.B.

  • Zugang zu individualisierten Lern- und Lehrmaterialien, Hausaufgaben, Vertretungsplänen jederzeit und überall
  • keine teure und aufwendige Wartung von Hard- und Software durch das Schulpersonal
  • Benutzerdaten werden gekapselt und datensparsam vorgehalten, stehen externen Diensten nicht direkt zur Verfügung
  • die integrale Einbindung externer Angebote belebt den Markt für hochwertige digitale Lern- und Lehrangebote
  • Schülerinnen und Schüler werden zum selbständigen und eigenverantwortlichen, explorativen Lernen angeregt
  • jeder (auch Schülerinnen und Schüler) kann eigene Lernangebote, etwa zur Nachhilfe, bereitstellen
  • lästiges Bücherschleppen ist Vergangenheit

Ab dem Sommer wird die Schul-Cloud dann Einzug in das Schulleben erhalten. In den Fächern Mathematik und Deutsch wird sie in den Pilotschulen im schulischen Alltag erprobt und weiterentwickelt. Für das Heinrich-Hertz-Gymnasium stellt die Schul-Cloud ein bedeutender Schritt in Richtung Digitalisierung dar: Sie bekommt ein Instrument an die Hand, dass sie in ihrer Arbeit unterstützt und den Anschluss an die digitale Welt ermöglicht. Für den Zugriff auf die Schul-Cloud sind lediglich internetfähige Anzeigegeräte und ein Internetzugang notwendig. Dies bedeutet für die Schule eine große Entlastung: Teure Computerkabinette sowie die zeitintensive Administration entfallen und gleichzeitig sind die Programme in der Schul-Cloud immer auf dem aktuellen Stand hinsichtlich Technik und Sicherheit.Schul-Cloud

Heinrich-Hertz-Gymnasium in der Pilotphase

Das bundesweite Pilotprojekt „Schul-Cloud“ bietet dem MINT-EC-Schulnetzwerk eine besondere Möglichkeit, die Digitalisierung im schulischen Bereich zu entwickeln, voranzutreiben und zeitgemäße Cloud-Technologien zu erproben. MINT-EC organisiert während des Projektverlaufs den intensiven fachlichen Austausch auf Ebene der Schulleitungen und Lehrkräfte sowie die Identifizierung und Verbreitung von Best-Practice-Beispielen in der Organisation, der Weiterbildung und beim Unterricht. Die technische Infrastruktur der Schul-Cloud wird vom Hasso-Plattner-Institut in Potsdam konzipiert. Damit steht MINT-EC ein technisch versierter und hochprofessioneller Partner zur Seite. In der Schul-Cloud werden bestehende Ansätze und technische Lösungen integriert und zentral vernetzt. MINT-EC – Das nationale Excellence-Schulnetzwerk MINT-EC ist das nationale Excellence-Netzwerk von Schulen mit Sekundarstufe II und ausgeprägtem Profil in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT). Es wurde im Jahr 2000 von den Arbeitgebern gegründet und arbeitet eng mit deren regionalen Bildungsinitiativen zusammen. MINT-EC bietet ein breites Veranstaltungs- und Förderangebot für Schülerinnen und Schüler sowie Fortbildungen und fachlichen Austausch für Lehrkräfte und Schulleitungen. Das Netzwerk mit derzeit 267 zertifizierten Schulen mit rund 289.500 Schülerinnen und Schülern sowie 22.700 Lehrkräften steht seit 2009 unter der Schirmherrschaft der Kultusministerkonferenz der Länder (KMK). Hauptförderer von MINT-EC sind der Arbeitgeberverband Gesamtmetall im Rahmen der Initiative think ING. sowie die Siemens Stiftung und die bayerischen Arbeitgeberverbände vbm bayme / vbw.

Ralf Dorn, Fachleiter Informatik