Aktuelle Tipps für Schülerinnen und Schüler ... und andere Interessierte ...

1. QUO VADIS RUSSLAND?

Nach dem Kaukasuskrieg im August 2008 fragten und fragen sich viele, wohin geht, treibt eigentlich Russland?

Die PW-Kurse des 12. Jahrgangs stellten sich mit ihren Lehrerinnen und Lehrern (Herr Buchholtz, Herr Prigann und Herr Dr. Stolz) die Frage, wohin geht, treibt eigentlich die neue russische Politik und wie müssten, sollten wir in Deutschland und in Europa darauf reagieren?

Eine Position, die nachdenklich stimmt, formulierte jüngst JAN C. BEHREND, wissenschaftlicher Assistent an der Humboldt-Universität zu Berlin, an der er osteuropäische Geschichte lehrt. Zur Lektüre empfohlen sei deshalb sein jüngster Aufsatz: „Das imperiale Syndrom. Fragen nach dem Kaukasuskrieg: Was treibt Russlands Machtstreben an?“

Für „echt“ Interessierte sei auch der Aufsatz:

„Behrend, Jan C.: Vom Panslawismus zum „Friedenskampf“. Außenpolitik, Herrschaftslegitimation und Massenmobilisierung im sowjetischen Nachkriegsimperium, in: Jahrbücher für Geschichte Osteuropas 56, 2008, Band 1, S. 27-53.“

empfohlen ... .

2. QUO VADIS EUROPA?

Maastricht (1992) war der letzte große Fortschritt in der politischen Entwicklung der EU: Amsterdam, Nizza, Lissabon und der Verfassungsvertrag, Schülerinnen und Schüler stellen sich genauso wie die Öffentlichkeit die Frage: Quo vadis Europa? Staatenbund oder Bundesstaat, Vereinigte Staaten von Europa oder Freihandelszone, Fortschritt oder Rückschritt oder ist der Lissabon-Vertrag, wie dies jüngst Herr Gauweiler (CSU) vertrat, sogar mit unserem Grundgesetz nicht vereinbar ...(vergleiche den politischen Prozess rund um die Klage vor dem Bundesverfassungsgericht (BVerfG))?

Die PW-Kurse des 12. und 13. Jahrgangs (2008/09) stellten sich mit ihren Lehrerinnen und Lehrern (Frau Najorka, Herr Prigann und Herr Dr. Stolz) die Frage, wohin strebt eigentlich die EU, welche Optionen gibt es und welche Finalität sollte die EU - beispielsweise nach J. Fischers Vorstellungen - entwickeln? In der Öffentlichkeit wird diese Debatte breit geführt und viele meinen: „Es liegt in deutschem Interesse, dass die europäische Ebene handlungsfähig bleibt und nationale Interessen gemeinschaftsverträglich definiert und artikuliert werden. Eines steht jedenfalls fest: Die schwierigen Debatten über die Zukunft der Integration stehen der Europäischen Union erst noch bevor.“ (Vergleiche den Aufsatz von Prof. Johannes Varwick aus Kiel). Beispielsweise. widmet die Zeitschrift WIRTSCHAFTSDIENST, Band 87, Nummer 2, Februar 2007, ihre gesamte Nummer dem Thema: „Die Außen- und Sicherheitspolitik der EU, Erweiterungen und Finalität“ oder Professor Werner Weidenfeld, Professor für Politische Wissenschaft am Geschwister-Scholl-Institut/Direktor des Centrums für angewandte Politikforschung der Ludwig-Maximilians-Universität Münchens, stellte jüngst die Frage: „Europäische Finalität oder Erosion Europas?“

 

3. „Teufelskreis der Armut“ und Entwicklungsländer

Sowohl in pw-4 als auch in geo-3 sind Entwicklungsländer Thema des Rahmenlehrplans. Ein Schwerpunkt von Entwicklungspolitik liegt darauf, den „Teufelskreis der Armut“ zu durchbrechen. Was ist eigentlich dieser circulus vitiosus?