Religion an einer modernen Schule mit mathematisch-naturwissenschaftlichem Profil?
Natürlich reicht es für ein erfolgreiches Leben aus, wenn man z.B. gelernt hat, wie man ein Fenster baut, wie man dessen Maße berechnet, welche Materialien sich für welche Formen und Funktionen empfehlen etc.
Aber was sehe ich, wenn ich das Fenster öffne? Was bedeutet es, mit wem tausche ich mich darüber aus, welche Konsequenzen ziehe ich daraus für mein Leben?
Der Religionsunterricht will das zum Thema machen: Fenster öffnen.
Dabei besteht ein Flügel aus Kenntnissen über die christlich−abendländische Tradition sowie andere Religionen und Weltanschauungen; der andere aus der Befähigung, eigene Fragen und Erfahrungen zu benennen und mit denen anderer Menschen heute und in der Vergangenheit in Beziehung zu setzen.
Das geschieht in kleinen Gruppen, die für die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler einen Freiraum bieten:
- frei von der Orientierung an Leistung,
- frei von der Frage: "Was bringt mir das?" und
- frei für die Auseinandersetzung mit sich selbst,
mit den Mitschülern,
mit Themen, die teils vorgegeben sind, teils sich aus dem Unterrichtsgeschehen entwickeln.
Zu den vorgegebenen Themen gehören:
- Buch mit sieben Siegeln? Grundkenntnisse über die Bibel, ihre Gestalten und Themen sowie Methoden ihrer Auslegung
- Was glauben die anderen? Judentum, Islam, Buddhismus...
- Was wird eigentlich an Ostern gefeiert? Die Feste des Kirchenjahres.
- Katholisch? Orthodox? Evangelisch? Wieso gibt es verschiedene Kirchen?
- Religion im Alltag u.a.
Der Religionsunterricht an der Heinrich Hertz Oberschule ist ein freiwilliges, in der Regel zweistündiges Angebot für alle Schülerinnen und Schüler, unabhängig von ihrer religiösen oder weltanschaulichen Bindung, und wird von der Evangelischen Kirche in Berlin-Brandenburg verantwortet.