125. Todestag von Heinrich Hertz

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Ohne Hertz kein Smartphone

Wie würde die Welt heute aussehen, wenn Heinrich Hertz nicht schon so früh gestorben wäre?

Natürlich ist diese Frage rein spekulativ zu beantworten. Sie soll aber verdeutlichen, was der berühmte Physiker noch hätte alles entdecken können, wenn er nicht schon 1894 gestorben wäre.

Bevor das Jubiläumsjahr mit seinem 125. Todestag zu Ende geht, möchten wir als Namensträger an diesen genialen Menschen erinnern und einiges zum ihm verfassen.
Wir möchten an dieser Stelle nicht die Biografie Heinrich Hertz niederschreiben. Diese kann man in diversen Artikeln und Quellen selbst nachlesen.
Wir möchten hier einiges über Heinrich Hertz mitteilen, was meist unerwähnt bleibt bzw. man noch nicht über ihn wusste. Was bekannt ist sind folgende Fakten. Heinrich Rudolf Hertz wurde am 22. Februar 1857 in Hamburg geboren, besuchte dort die Schule und legte 1874 am berühmten Johanneum das Abitur ab. Er studierte ab 1876 Bauingenieurwesen in Dresden, dann in München und Berlin. Mit 23 Jahren verfasste er seine Dissertation. Mit nur 26 Jahren ging er als Privatdozent an die Kieler Universität, von wo er zwei Jahre später als ordentlicher Professor an das Polytechnikum in Karlsruhe berufen wurde.
Er entdeckte bekanntermaßen die nach ihm benannten Hertzschen Wellen, entwickelten den Dipol, bestätigte die von Maxwell formulierten Gleichungen über das Licht und entdeckte den äußeren lichtelektrischen Effekt.

Aber es gibt noch mehr als die bekannten Fakten über Heinrich Hertz zu berichten.

  1. Es gibt in Berlin ein Institut, was seinen Namen trägt. Es ist das Fraunhofer Heinrich-Hertz-Institut für Nachrichtentechnik (Fraunhofer HHI) Es befindet sich am Einsteinufer in Berlin-Tiergarten.
  2. Seit 1996 trägt der Asteroid Nummer 16761 seinen Namen. 2021 möchte das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt den Kommunikationssatelliten „Heinrich Hertz“ (H2sat) in den Orbit schießen.
  3. Heinrich Hertz hatte viele Talente und Interessen, dazu gehörte auch eine große handwerkliche Begabung. In seiner Jugend ging er sonntags zur Gewerbeschule und tischlerte.
  4. Heinrich Hertz war Zeitgenosse von berühmten Leuten. Dazu gehörten Wilhelm II., Max Planck, Wilhelm Conrad Röntgen, Heinrich Schliemann und Robert Bunsen.
  5. Heinrich Hertz hat nicht mit James Franck zusammengearbeitet. Dies war mit Gustav Hertz sein Neffe. Gustav Hertz war Träger des Nobelpreises für Physik 1925 und bekam den Preis für seine Entdeckung der Gesetze, die bei dem Zusammenstoß eines Elektrons mit einem Atom herrschen (Franck-Hertz-Versuch).
  6. 1886 heiratete Heinrich Hertz die Tochter eines Kollegen, Elisabeth Doll. Mit ihr hatte er zwei Töchter: Johanna und Mathilde. Seine Frau unterstützte ihn nicht nur beim Verfassen wissenschaftlicher Artikel, sondern auch bei seinen Experimenten. Seine Töchter waren außerordentlich begabt, aber nicht in Physik. So arbeitete sie als Bildhauerin bis sie dann aufgrund schwieriger finanzielle Verhältnissen eine Anstellung im Deutschen Museum annahm, wo sie dann auch in Biologie promovierte. Johanna Hertz arbeitet als Kinderärztin in Frankfurt a.M und Bonn.
  7. Hertz arbeitete mit verschiedensten berühmten Wissenschaftler zusammen, unter anderen mit Hermann von Helmholtz, Ferdinand Braun, Rudolf Clausius Wilhelm Hallwachs und Philipp Lenard.
  8. Hertz hatte neben seiner mathematischen Begabung noch viele Talente. Im Alter von drei Jahren konnte er die hundert Fabeln für Kinder von Wilhelm Hey, die ihm seine Mutter oftmals vorgelesen hatte, auswendig hersagen. Er hatte auch ausgezeichnetes Sprachtalent. Er sprach fließend Englisch, Französisch und Latein und galt als bester Grieche ins seinem Jahrgang. Als er eines Tages auf der Karre eines Straßenhändlers ein Buch mit arabische Grammatik, lernte er auch diese in kürzester Zeit. Arabisch konnte er bald so gut, dass ein befreundeter Professor für Orientalistik seinen Vater bat, Heinrich möge doch bei ihm Arabistik studieren. Heinrich war auch ein hervorragender Zeichner und begabter Modelleur.

Am 1. Januar 1894 verstarb Heinrich Hertz in Bonn an „granulomatöser Polyangiitis“, einer ebenso schmerzhaften wie zerstörerischen Entzündung der Blutgefäße.

Ralf Dorn, Lehrer am Heinrich-Hertz-Gymnasium

 

 

 

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